Der „Gnadauer Verband“: Kirchengeschichtliche Bedeutung erlangte der Ort auch dadurch, daß zu Pfingsten 1888 sich hier der "Gnadauer Verband", die Gemeinschaftsbewegung innerhalb der Landeskirche gründete und bis 1898 im Zweijahres-Rhythmus hier tagte. Bis kurz nach der Wende waren ferner landeskirchliche Ausbildungsstätten, z.B. das Pastoralkolleg in Gnadau tätig.
Der Ort Döben liegt am südlichen Rand der ehemaligen Grafschaft Barby und ist etwa einen Kilometer von Gnadau entfernt. Hier befindet sich ein kleines romanisches Kirchengebäude, welches aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr für Gottesdienste genutzt wird. Ansonsten besitzt die Landeskirche in Gnadau und Döben weder eigene Gemeinderäume, noch Kirchgebäude, Grundstücke, Häuser und auch keinen selbst verwalteten Friedhof.
Im Gemeindeleben spiegelt sich eine enge Verbundenheit mit der Ev. Brüdergemeine wider. Die gottesdienstlichen Versammlungen (u.a. ist jeden Sonntag Gottesdienst, einmal im Monat mit Abendmahl, sonnabends findet eine "Gebetssingstunde" statt) sowie die sonstigen Angebote z.B. der Kinder- und Jugendarbeit (drei Christenlehreklassen, zwei Gruppen Kindergottesdienst, Konfirmandenunterricht, Junge Gemeinde) sind für alle offen. Hervorzuheben ist, dass in der Regel monatlich ein Gottesdienst mit landeskirchlicher Liturgie gehalten wird.
Zum Gemeindeleben gehört auch das gemeinsame Engagement im Altenpflegeheim und der KiTa der Gnadauer Anstalten (in Trägerschaft der Brüder-Unität), in der im Jahr 2002 gegründeten Zinzendorfschule Gnadau (einer christlichen Grundschule in Trägerschaft der Johannes-Schulstiftung), im Gnadauer Laden (Eine-Welt-Artikel, christliche Literatur usw., in Trägerschaft der Ev. Brüdergemeine Gnadau) sowie in den Musikgruppen der Gemeinde (Bläserchor, Gemischter Chor).
In Gnadau gibt es ein Altenpflegeheim mit ca. 70 Plätzen, wobei ein erheblicher Teil der Bewohnerschaft aus landeskirchlichen Gemeindegliedern besteht. Etwa 25 Gemeindeglieder gehören als sogenannte "Doppelmitglieder" gleichzeitig der Herrnhuter Brüdergemeine und der Landeskirche an.
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